Statistik(FL) Kamenz - Nach einer kurzen Entspannung im Januar erhöhten sich im Februar die sächsischen Verbraucherpreise abermals um 0,6 Prozent. Der Indexstand beträgt damit 106,8 (Basis 2005 = 100).
Die zurückliegenden Winterferien beeinflussten diese Entwicklung maßgeblich. So verteuerten sich gegenüber Januar „Pauschalreisen“ (8,6 Prozent), die „Mieten für Ferienwohnungen“ (10,2 Prozent) und der „Hotelaufenthalt“ um fast zwei Prozent. Damit wiesen die Hauptgruppen Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ (1,7 Prozent) sowie „Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen“ (1,5 Prozent) die größten Abweichungen zum Vormonat aus.
Im Bereich „Bekleidung und Schuhe“ (1,4 Prozent) spiegelten sich der Übergang auf die Frühjahrsmode sowie der Wegfall zahlreicher Sonderangebote wider. Die Preise für die neue Garderobe erhöhten sich um fast zwei Prozent, die passenden „Schuhe“ belasteten die Haushaltskasse mit 0,5 Prozent.
Höhere „Wohnungsnebenkosten“ (4,0 Prozent) sowie weiter steigende „Energiepreise“ (0,7 Prozent) führten letztendlich zu einer 0,7-prozentigen Anhebung des Teilindex „Wohnung, Wasser, Strom, Gas u. a. Brennstoffe“.
In der Hauptgruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (0,5 Prozent) setzte sich der Trend der letzten Monate weiter fort. So mussten die Verbraucher erneut für „Molkereiprodukte und Eier“ (1,2 Prozent), „Speisefette und -öle“ (1,1 Prozent) aber auch für „Brot und Getreideerzeugnisse“ (1,0 Prozent) tiefer in die Tasche greifen. Günstig für die Haushaltskasse gestalteten sich dagegen die Preise bei „Gemüse“ (-3,8 Prozent). Besonders empfehlenswert war der Kauf von „Kopf- und Eisbergsalat“, „Tomaten“ sowie „Lauch-, Blatt- und Stielgemüse“. Auf den Verzehr von „Gurken“ sollte jedoch aus Kostengründen verzichtet werden. Im Bereich der „alkoholfreien Getränke“ (1,6 Prozent) verteuerte sich neben „Bohnenkaffee“ (5,1 Prozent) auch der beliebte „Multivitaminsaft“ (3,7 Prozent) und „Fruchtsäfte aus Kernobst“ (2,6 Prozent). Selbst Teefreunde zahlten für „losen schwarzen Tee“ fast ein Prozent mehr als im Januar.
Rückgänge ließen sich einzig und allein in den Bereichen „Nachrichtenübermittlung“, „Verkehr“ und „Gesundheitspflege“ erkennen. Diese bewegten sich alle unter 0,5 Prozent und beeinflussten damit die Gesamtentwicklung nicht spürbar.

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