Statistik(FL) Kamenz - Sachsen verliert Einwohner. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes haben am Jahresende 2007 im Freistaat Sachsen etwa 4 221 000 Einwohner gelebt. Das waren 28 500 bzw. 0,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit ist der Bevölkerungsrückgang etwas höher als im vergangenen Jahr, in dem Sachsen 24 000 Einwohner bzw. 0,6 Prozent verlor. Der im Vergleich zu 2006 höhere Bevölkerungsrückgang ist auf einen Anstieg des Wanderungsverlustes zurückzuführen.
So haben 2007 2,7 Personen je 1 000 Einwohner mehr den Freistaat verlassen als nach Sachsen gekommen sind. Das war der höchste Wanderungsverlust seit 2003. Demgegenüber ist das Geburtendefizit mit 3,5 je 1 000 Einwohner etwa auf dem Niveau der letzten vier Jahre geblieben. Wie schon 2006 konnten von allen Kreisfreien Städten und Landkreisen nur Dresden und Leipzig Bevölkerungszuwächse verzeichnen. Beide Kreisfreien Städte profitieren von deutlichen Wanderungsgewinnen. Dresden weist darüber hinaus seit 2006 sogar eine leicht positive Geburtenbilanz auf. In Leipzig wurden dagegen weiterhin mehr Sterbefälle als Geburten registriert.
Von den anderen 27 Kreisfreien Städten und Landkreisen hatten 2007 neun einen Bevölkerungsrückgang von weniger als einem Prozent zu verzeichnen. Dazu gehörten die beiden Kreisfreien Städte Chemnitz und Görlitz sowie alle Landkreise, welche an Dresden oder Leipzig angrenzen.
Der Bevölkerungsrückgang der Kreisfreien Stadt Chemnitz sowie des Weißeritzkreises und des Landkreises Meißen war mit jeweils 0,4 Prozent niedriger als der von Sachsen insgesamt. Alle übrigen Kreisfreien Städte und Landkreise lagen mit ihrem Bevölkerungsrückgang über dem Sachsendurchschnitt.
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